Pestoblume – Sonnenbrot vegan

Das hübsche Brot für jede Gelegenheit! Sieht hoch künstlerisch aus und kompliziert, ist es aber nicht, sonst hätte ich sie nicht schon mehrmals gemacht!

Zuerst einen klassischen Germteig, wobei ich demnächst auch Varianten mit Blätterteig oder Sauerteig probieren möchte.

  • 500g Mehl / 250 ml Wasser / 1/2 Würfel Biogerm (Hefe) / 1/2 TL Zucker / 2 TL Kräutersalz / 50 ml Olivenöl / Pesto nach Saison
  • 1 Boden einer 26er-28er Springform / Backpapier

Während man den Germteig wie folgt gehen lässt, kann man Wild- oder Gartenkräuter sammeln und das Pesto fertig stellen.

Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Mulde drücken, um hier die frische Germ reinzubröckeln. Mit ca. 3EL lauwarmen Wasser und Zucker bedecken und in der Mulde alles vermengen. Schüssel abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen. (Fensterbrett im Sommer, warme Küche, Resthitze Ofen..) für so ca. 10min. Dann das Kräutersalz, Olivenöl und restliches Wasser in die Schüssel geben und alles miteinander vermischen und zu einem glatten Brottei kneten, geht gut in der Küchenmaschine. Den Teig wieder zugedeckt an einem warmen Ort für ca. 30min. oder auch mehr, gehen lassen.

Dann die Zeit nutzen und Kräuter sammeln. Anfang Juni 2018 waren Taubnessel, Spitzwegerich, Wiesensalbei, Giersch, Sauerklee und Schafgarbe gefragt.

Kräuter klein schneiden und mit Olivenöl und Salz mixen, fertig ist das Pesto. Man kann auch Kräuter“butter“ als Fülle nehmen.

Aufgegangenen Teig kurz durchkneten und in 3 gleich große Stücke teilen. Den Boden der Springform leicht einölen. Backpapier drauflegen. Der Boden der Springform dient dazu, dass die Blume rund wird. Die Teige rund auf der Springform auswalken. Germteig lässt sich auch leicht händisch in Form bringen! Den ersten Kreis auf auf das Backpapier legen und das Pesto draufstreichen.

Dann das Pesto mit dem 2. Teikreis belegen, wieder Pesto drauf und den 3. Kreis drauf. Man kann auch dazwischen Tomatensauce, -pesto geben, daraus entsteht ein buntes Farbenspiel.

Mit einem Glas den Blütenkopf in der Mitte leicht andrücken, damit man nicht zu weit einschneidet. Jetzt in 16 Stücke einteilen und bis zum Mittelkreis einschneiden. Immer zwei Ecken nehmen und jeweils 2x nach außen drehenJetzt muss der Teig-Kreis noch in 16 gleich große Stücke geschnitten werden. Wichtig dabei ist, dass die Stücke nicht bis zur Mitte geschnitten werden.

Dann nimmt man jeweils zwei Stücke in die Hände und dreht sie zwei mal nach außen ein. Das wiederholt man bis alle Teile eingedreht sind. Am besten im Video anschauen. Dann hab ich die überhängenden Enden noch bisserl in die Form gedrückt und in den vorgeheizten Ofen bei ca. 20-30min. bei 200° gebacken und Kräuterinteressierten präsentiert.

Die Brotblume kann auch in süßer Variante versucht werden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Es gibt unzählige Videos im Netz und auch diverse künstlerische Formen.

Hier präsentiere ich die Pestoblume auf der Messe IM GRÜNEN in Langenlois. Alle waren begeistert. Nächster Versuch mit Blütenpesto. Vielleicht auf einem nächsten KEK (Kräuter-Erlebnis-Kulinarik) Abend. Melde Dich an!

Wilde Freunde aus der Natur – Messe Im Grünen Haindorf „Workshop“

Am 8.6.2018 ist es soweit, ich darf auf der Garten & Blumen darf ich 35 Minuten gestalten. Bei Schönwetter im feinen Schloßpark in Haindorf bei Langenlois. Ich freue mich drauf Dich kennen zu lernen. Zeit des Geschehens: 15:00 – 15:35!

Es gibt einen Einblick in die Wilden Freunde der Natur. Was kann ich essen, wofür verwenden – kreative Ideen. Überraschungen erwarten Dich.

Als Krätuerpädagogin lade ich Dich auf eine Reise in die wilde Natur ein. Mache die „Unkräuter“ zu Deinen Freunden und setze sie in das tägliche Menü ein.

Der nächste KEK – Kräuter-Erlebnis-Kulinarik Termin in Krems-Imbach mit ausführlicherem Inhalt und Kräuterverkostung ist am 26.06.2018. Gerne anmelden.

Auf bald. Sabine

Hollerblüten (Holunderblüten) gebacken – Frühlingsgenuss pur (Hollerstrauben)

Wenn der Hollunder wieder blüht und seinen betörenden Duft verströmt…… dann ist es soweit und Hollerblüten müssen gebacken werden. Allerdings muss man in letzter Zeit immer schnell sein. Jede Blüte beansprucht für sich in den Vordergrund zu treten und manchmal ist die Blütezeit wirklich kurz. Gut, wenn man einen Holler im Garten hat.

Dieses Rezept ist nachgekocht – sogar fast identisch (oh Überraschung) – von der Seite von Roland Rauter. Und probiert habe ich das Rezept mit meinem Lieblingsneffen Dominik.

Die Zutaten wie folgt:

  • 150 g Dinkelvollkornmehl
  • 50g Vollrohrzucker
  • 1/4l Mandelmilch frisch (geht auch jede andere pflanzliche Milch)
  • ½ Packung Weinsteinbackpulver (Backpulver vegan)
  • 1 Prise Salz
  • 15 Stück Holunderblüten
  • Pflanzenöl zum Ausbacken – wir hatten Bratöl (ist gewöhnungsbedürftig)
  • etwas Zimt oder Strudelgewürz
  • Beerencocktail, Hollerkoch vom Vorjahr oder Marmelade als Topping

Alle trockenend Zutaten miteinander vermischen, dann die Mandelmilch hinzufügen. Wenn es sehr dickflüssig ist, noch etwas mehr Milch nehmen. Den Teig – wie Palatschinkenteig – etwa 30min. quellen lassen, dann weiter verarbeiten.

Pflanzenöl bzw. Bratöl in einer Pfanne oder – wie bei uns – in einem höherem Gefäß erhitzen. Wenn das Gefäß höher ist sehen die Blüten wie gebackene Mäuse aus!

Die Blüten müssen gereinigt und trocken sein, da das Öl sonst zu sehr spritzt! Die Blüten am Stängel halten, in den Teig tauchen, abtropfen lassen und in das erhitzte Öl geben. Es dauert von ca. 30sec. bis 2 Minuten, dass der Teig durch ist. Auf vorbereitetem Teller mit Küchenrolle ablegen und die nächste Blüte in das Öl halten.

Beim Anrichten gerne mit Staubzucker oder Beerenmix, Marmelade dekorieren und genießen. Die Hollerblüten gebacken können auch kalt genossen werden. Wir hatten dann noch Blütendolden übrig, die wir einfach nur so in das Öl hielten – auch spannend! Probiere es aus.

Sucht- und Wiederholungsgefahr möglich!

Löwenzahnmilch – pflanzlich wertvoll faszinierend

Es ist so einfach und doch so genial. Fast immer verfügbar und und und…..

So entstand im Rahmen meiner Kräuterausbildung 2017 die Löwenzahnmilch aus den gelben Blüten und 2018 aus „Mangel“ der Blüten eine wunderbare hellgrüne Milch aus Stängel und Blättern. Bei der grünen Variante habe ich 3 Datteln mehr genommen, da die „Milch“ noch sehr bitter war.

Zutaten: Handvoll Blüten oder Blätter/Stängel, Handvoll Mandeln über Nacht eingeweicht, 3 Datteln bzw. mehr nach Geschmack, ca. 300ml Quellwasser

Alle Zutaten – Mandeln ohne Einweichwasser – im Hochleistungsmixer mixen.

Wenn man Blüten nimmt und die Milch gelb-beige will, dann die grünen Teile sorgsam entfernen.

Entweder man genießt gleich eine „grobe Milch“ oder streicht den Mandelrest durch ein Sieb oder Tuch. Dafür muss man ein bißchen Geduld haben.

ABER – dieses Mus kann man ebenso essen oder in ein Pesto mit einbinden, so kann man alles verwenden. Ich denke man kann auch das Einweichwasser von den Mandeln als Wasserzutat nehmen oder wer weiß warum vielleicht nicht?

Kühl lagern und vor dem Genuss schütteln, dann genießen.

Bei meinen Kräuterveranstaltungen sind immer alle ganz begeistert und sogar ich als „Nichtmilchtrinker“ finde an dieser Variante Gefallen. Also raus in die Natur, sammeln, probieren und vielleicht damit entschlacken…

Bärlauchsamen – der exquisite Genuss

Meine neue Entdeckung – zum Glück  – Bärlauchsamen! Besonders für die bärlauchlose Zeit dient dies der Frühlingserinnerung. Nachdem ich von der Bärlauchblütenverwendung schon so begeistert war – verlängert dies doch die Bärlauchgenusszeit – kommt jetzt noch die Haltbarmachung der Samen hinzu. Also Bärlauch ist mehr als seine Blätter.

Auch ohne sie in Öl einzulegen schmecken sie schon wunderbar. Ich streue sie jetzt immer über und unter jedes Essen (außer bei den Süßspeisen!)

Was wenig Aufwand und sehr einfach ist – ist die Zutatenliste: Bärlauchsamen + Pflanzenöl – in meinem Fall Olivenöl.

Was schon etwas aufregender ist und die Herstellungszeit erhöht, ist das mühsame abrebeln der Samen. Ich hab dann einfach ein paar Restblütenblätter dran gelassen, schließlich sind diese ja auch essbar. Sieht vielleicht nicht ganz so „sauber“ aus, aber warum sollte man essbare Zutaten weg geben?

Also Glas mit gereinigten und trockenen Bärlauchsamen füllen – ca. 3/4 des Glases – mit Pflanzenöl auffüllen. Die Samen sollen alle bedeckt sein. Etwas ziehen lassen und im Laufe des Jahres genießen. Anwendungsgebiet variantenreich, ob zur Vorspeise, Salat, in die Suppe oder zu Reis, Nudeln oder zum veganen Burgerdip – alles erlaubt. Gerne erfahre ich von Euren Experimenten.